aktualisiert 25.09.2010

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LASER- UND IPL-THERAPIEN

Die Behandlung führe ich nicht in meiner Praxis in der Bruchstraße 21 durch, sondern beteilige mich an der Gerätegemeinschaft mit anderen Facharztkollegen in der Frankfurter Innenstadt, Am Rossmarkt 15. Die Behandlungen meiner Patientin führe ich selbstverständlich selbst aus. Terminvereinbarungen usw. erfolgen über meine Praxisadresse.

Wir führen Laser- und IPL-Behandlungen durch. Sowohl die Epilationsbehandlungen als auch die Behandlungen von Hautgefäßen (Naevus flammeus, Besenreiservarizen, Spider naevi, Angiome u.a.) werden indikationspezifisch durch Laser-Geräte oder IPL-Geräte durchgeführt.
An Lasersystemen stehen uns zur Zeit Alexandrit-Laser und YAG-Laser zur Verfügung.
Für die Narbenbehandlung steht uns im Laserzentrum ein Mosaic-Laser zur Verfügung.
Tätowierungen werden mit einem speziellen Alexandritlaser behandelt.



Primäre Behandlungsindikationen:


1. Pigmentflecken

Unter dem landläufigen Begriff Pigmentflecken versteht man klinisch eine recht heterogene Gruppe von Hautveränderungen, die eine deutliche (und grundsätzlich nicht erhabene) Abweichung vom normalen Hautkolorit aufweisen.

Für die IPL Technik eignen sich grundsätzlich alle Pigmentflecken, die melanininduziert sind. Melaninfreie Pigmentierungen (z.B. Hämosiderinablagerungen) können entweder nicht oder deutlich schlechter behandelt werden. Gute Ergebnisse sowohl bei melaninfreien Pigmentierungen als auch bei melanininduzierten Flecken ergeben sich mit dem „Tattoo“-Alexandrit-Laser.

Oberflächliche Lentigines benignae (u.a. sog. Alterflecken) eignen sich besonders gut für die IPL Technik, aber auch für den Alexandrit-Laser. Epheliden (Sommersprossen), Chloasma (hormoninduzierte Hyperpigmentierungen) und andere melaninbedingte Hautveränderungen sind insbesondere bei oberflächlichem Sitz mit der IPL Technik und dem Alexandritlaser gut therapierbar.

Die Behandlung von Pigmentflecken gehört in fachärztliche Hände, da eine Fehlindikation zu großen Risiken führen kann.


2. Dauerhafte Haarentfernung

- Es existiert ein Minimumzeitfenster von 2-3 Wochen vor und nach einer Behandlung, in dem die Behandlungszonen vor der Sonne geschützt werden müssen. Es lassen sich zwar auch gebräunte Zonen behandeln, jedoch ist das Behandlungsergebnis dann wesentlich schlechter.Der Wunsch nach dauerhafter Haarentfernung ist eine der effektivsten Indikationen für Laser (Alexandarit/YAG) und IPL. Dabei wird das Melanin der Haare mit Licht/Laserstrahl vorrangig im Bereich des sichtbaren Lichtes auf die Haut projiziert. Diese Energie wird dann vom Haaransatz, genauer vom Melanin in den Haaren, aufgenommen und zum Haarwulst transportiert. Das Haar in der Haut dient dabei als Energieleiter und darf aus diesem Grund im Vorfeld einer Behandlung auch nicht epiliert werden.

Ist die Energie am Haarfollikel angekommen, wandelt sich diese in Hitze um und verödet den Haarfollikel samt Haarwulst. Insbesondere die Verödung des Haarwulstes ist besonders wichtig, da dieser ansonsten einen neuen Haarfollikel bildet. Eine in dieser Weise behandelte Haarwurzel kann kein Haar mehr produzieren.

Um eine dauerhafte Haarentfernung durchzuführen sind regelhaft 6 Behandlungen notwendig, denn nur die Haare in der sog. Anagenphase (Wachstumsphase) können effektiv bei diesem Verfahren „verödet“ werden. Zu jedem Zeitpunkt befinden sich je nach Lokalitsation ca. 20-30% der Haare in dieser Anagenphase. (Im behaarten Kopfbereich liegt die Wachstumphase deutlich höher - 85-90 % - hier sind jedoch Epilationsbehandlung regelhaft nicht erwünscht!) Die Einzelsitzungen müssen im Abstand von 4-8 Wochen durchgeführt werden, damit die Anagenhaare annähernd optimal getroffen werden können.

Vor und während der Behandlung müssen Sie als Patient folgendes beachten:

- Einige Tage vor der Behandlung sollte die Behandlungszone rasiert werden. Eine etwaige Epilation („Zupfen“) darf nicht durchgeführt werden.
- Bei Gesichtsbehandlungen darf kein Make-Up vor der Behandlung auf der Haut aufgetragen werden.
Generell gilt, dass das Behandlungsergebnis umso besser ist, je dunkler das zu behandelnde Haar ist und umso heller die Haut ist. Mit unseren Systemen ist die Behandlung dunkler Hauttypen ohne Nebenwirkungen möglich, jedoch gilt hierbei insbesondere. Ein dunkler Hauttyp muss möglichst ungebräunt sein.

Helle oder pigmentlose Haare werden sowohl durch die IPL- als auch die Lasertechnik nicht erfasst (eingeschränkt geringe Wirkung noch am ehesten beim YAG-Laser). In diesen Fällen kommt die konservative „Elektro-Epilation“ als Indikation infrage; diese wird von unserer Kosmetikerin Frau Sauer in der Praxis durchgeführt.


3. Gesichtsrötung / Diffuse Rötung

Die Rubeosis faciei wird häufig als lästig und störend empfunden. Auch die persistierende oder anfallsartig auftretende Gesichtsrötung ist ein multifaktorielles Symptom, das sich vorrangig auf dem Boden individual-konstitutioneller Disposition manifestiert. Hormonelle und psycho-soziale Faktoren modifizieren das funktionelle Beschwerdebild wesentlich.

Die IPL-Technik eignet sich gut, störend und entstellend wirkende Gesichtsrötungen zu reduzieren. Die funktionelle Gefäßreagibilität wird gebessert, eine vollständige Reduzierung und Abheilung ist jedoch nur in Einzelfällen möglich.

Mehrfache Sitzungen (mind. 4-6) sind notwendig.


4. Couperose und Gesichtsteleangiektasien

Gefäßzeichnungen im Gesichts- und Halsbereich sind häufig und werden oft als störend empfunden.

Meist sind solche Teleangiektasien konstitutionelle bedingt, können jedoch in einigen Fällen wesentlich durch zu intensive Solarbestrahlung (z.B. mit häufigen Sonnenbränden) ausgelöst und verschlimmert werden. Eine Behandlung der Gefäßzeichnung im Gesichts- und Halsbereich mit IPL ist sehr aussichtsreich und reduziert die Gefäße wesentlich bis vollständig.

Es sind regelhaft mehrere Behandlungen notwendig. Selten sind deutliche Erfolge unter 4 Sitzungen zu erreichen, manchmal werden 8-10 Sitzungen erforderlich.


5. Feuermale, Hämangiome und Angiome

Vorrangig handelt es sich um angeborene bzw. genetisch-konstitutionelle Hautveränderungen. Feuermale (Haemangiome) sind meist schon bei Geburt vorhanden oder treten innerhalb der ersten Lebensmonate auf. Angiome (insbesondere tardive) kommen häufig in späteren Lebensjahren zur Beobachtung. IPL eignet sich grundsätzlich für diese Hautveränderungen. Je nach Ausdehnung und Tiefe der Gefäßveränderungen sind mehrfache Sitzungen notwendig. Die Behandlungen sind nicht schmerzfrei und erfordern Geduld. Es handelt sich um dermatologische Therapiemaßnahmen und sollten deshalb nur vom Hautarzt indiziert und durchgeführt werden.

Mit der IPL - Technologie konnten in therapieresistenten Fällen sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Im Vergleich zur Verwendung von langgepulsten KTP-Nd:YAG- und Farbstofflaser, kann bei einer Lichttherapie Licht unterschiedlicher Wellen- und Impulslänge Gefäße weitaus besser zerstören, die durch klassische Farbstofflasertherapie nicht erreicht werden kann.

In einer Multicenterstudie im Jahr 1999 wurden bei 28 Erwachsenen über 75% gute und vollständige Aufhellung unbehandelter Feuermale erreicht. Insgesamt wurde eine vollständige Clearance rosafarbener Läsionen nach durchschnittlich vier Sitzungen, roter Läsionen nach durchschnittlich 1,5 Sitzungen erreicht. Sehr dunkle violette Feuermale wurden nach durchschnittlich vier Sitzungen zu 70 bis 99% aufgehellt. In keinem Fall traten Narben auf.


6. Behandlung Besenreiser/ Teleangiektasien Beine

Grundsätzlich sind IPL- und Lasertechnik für die Behandlung der Besenreiservaricosis oder der Beinteleangiektasien nicht die Therapie der ersten Wahl. Insbesondere aber in den Fällen, wo oberflächliche und sehr dünne Beingefäßzeichnungen bestehen und die vorrangigen Therapiemaßnahmen (konservative Sklerosierung mit Aethoxysklerol) keinen oder nur ungenügenden Therapieeffekt zeigten, kann die IPL-Technik in einigen Fällen in Betracht gezogen werden. Gegenüber der Couperosebehandlung (Gefäßzeichnung im Gesicht) sind die Therapieerfolge an den Beinen wesentlich schlechter. Mit dem YAG-Laser lassen sich dagegen eher Erfolge erzielen.

Die Behandlung von großen Besenreiser empfiehlt sich primär die klassische Sklerosierung. Eine Behandlung mit Laser- oder IPL - Therapie ist nur bei einzelnen Besenreisern, die keinen Bezug zur Tiefe aufweisen, zu empfehlen. Der ideale Gefäßdurchmesser für eine Lichttherapie liegt bei 0,1-0,2mm.
7. Tätowierungen:
Mit dem speziellen Alexandritlaser lassen sich Tattoos entfernen. Hierbei gilt die Regel: Professionell erzeugte Tattoos sind schwieriger zu entfernen, als selbstgefertigte Laien-Tattoos. Mehrfarbige Tattoos benötigen mehr Aufwand als monofarbige. Mehrere Sitzungen sind regelhaft erforderlich und müssen bei größeren Tätowierungen in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Narbige Residuen und/oder Pigmentstörungen können als Rest verbleiben.


7. Tätowierungen

Mit dem speziellen Alexandritlaser lassen sich Tattoos entfernen. Hierbei gilt die Regel: Professionell erzeugte Tattoos sind schwieriger zu entfernen, als selbstgefertigte Laien-Tattoos. Mehrfarbige Tattoos benötigen mehr Aufwand als monofarbige. Mehrere Sitzungen sind regelhaft erforderlich und müssen bei größeren Tätowierungen in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Narbige Residuen und/oder Pigmentstörungen können als Rest verbleiben.