aktualisiert 25.09.2010

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WARZEN

Warzen sind eine Viruserkrankung der Haut, hervorgerufen durch das sogenannte humane Papillomavirus (HPV), von dem mehr als 40 verschiedene Typen bekannt sind.



1. Wie entstehen Warzen?
Warzen sind eine Viruserkrankung der Haut, hervorgerufen durch das sogenannte humane Papillomavirus (HPV), von dem mehr als 40 verschiedene Typen bekannt sind. Die Viren werden entweder durch direkten Kontakt oder aber indirekt über Gegenstände (Fußböden, Wasser u.ä.) übertragen. Infektionsbegünstigend wirkt sich feuchtes Milieu (Sauna, Schwimmbäder, Schweißfuß - Turnschuhe!!) aus.


2. Welche Körperregionen sind bevorzugt betroffen?
Vulgäre Warzen finden sich an Handrücken, Fingern. Flachwarzen finden sich am ganzen Körper (insbes. Gesicht). Mosaikwarzen finden sich in flacher Form an den Fußsohlen. Im Schleimhautbereich (Genital) finden sich Feigwarzen (Condylomata acuminata). Dellwarzen (Molluscen) finden sich bei Kindern mit Ekzemneigung.


3. Warum sind Kinder oft betroffen?
Eine gewisse Abwehr kann der Organismus erst entwickeln, wenn er mit einem Virus schon einmal Kontakt hatte. Dieser Erstkontakt entwickelt sich meist im Kindesalter. Bei schlechter Abwehrlage oder gleichzeitig vorhandenen Hautkrankheiten (Neurodermitis o.ä.), bei verstärkter Schwitzneigung an Händen und Füßen kommt es oft zur Ausbildung zahlreicher Warzen. Hat sich die Immunität aufgebaut, so können die Warzen spontan ohne jede Behandlung wieder verschwinden.


4. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Warzen und Hautkrebs?
Grundsätzlich nein! Warzen sind lästige, aber regelmäßig harmlose Infekte. In seltenen Fällen (Genitalregion) können Warzeninfekte im Zusammenhang mit anderen Faktoren für bösartige Geschwüre mitverantwortlich gemacht werden. Gemessen an der Vielzahl der Warzeninfekte sind dies jedoch nachrangige und eher seltene Komplikationen, jedoch keineswegs nur von theoretischem Interesse.


5. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Bis heute gibt es kein Allheilmittel gegen Viruswarzen. Impfungen, bei vielen Virusinfektion - Masern, Mumps u.a. - hilfreich, sind wirkungslos gegenüber Papillomaviren. So unterscheiden wir konservative und operative Methoden.

Konservativ ist jede Maßnahme, die auf die Stärkung der körpereigenen Abwehr oder das einfache Schälen oder Ätzen der befallenen Hautpartie beschränkt bleibt. Auch die Stickstoff- Behandlung (Kryotherapie) möchten wir noch zu den konservativen Behandlungen rechnen. Durch Kälte versuchen wir, die Viren in der Tiefe der Haut abzutöten, was umso erfolgreicher ist, je mehr warzenbedingte Hornhaut durch vorherige Warzenlösungs- oder Warzenpflasterbehandlung abgetragen werden konnte.

Operativ können Warzen u. a. elektrochirurgisch entfernt werden.


6. Wie kann man sich vor Warzen schützen?
a)  Unnötigen Hautkontakt mit Warzenträgern meiden. Eigene Handtücher,
     Toilettenartikel benutzen.
b) Turnschuhe nur beim Sport tragen.
c)  Im Schwimmbad, in der Sauna, Umkleidekabinen Badeschuhe tragen.
d)  Nikotinkarenz! Das Rauchen verschlechtert die Durchblutung insbes. an Händen
      und Füßen und verringert damit sekundär lokalen Abwehrkräfte.
e)  Bei genitalen Warzen! Kein ungeschützter Geschlechtsverkehr.