aktualisiert 25.09.2010

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MALIGNES MELANOM

Das maligne Melanom ist ein Pigmentzelltumor der Haut mit hohem Malignitätsgrad.

Vorwiegend tritt das Melanom im mittleren Erwachsenalter auf. Melanome entwickeln sich entweder im Bereich bereits vorhandener Muttermale oder sie entstehen auf anscheinend normaler Haut. Eine Ursache ist übermäßig starke Sonnenstrahlenbelastung der Haut bei ungenügendem Schutz.



Folgende Risikofaktoren sind zu beachten
1. Sonnenbrände bei schlecht pigmentierenden Individuen. Mit zunehmender Sonnenexposition in der Kindheit steigt die Zahl der dunklen Muttermale.
2. Schockbestrahlung der winterblassen Haut.
3. Sonnenbrände, insbesondere in der Kindheit. Durch den immunsuppressiven Effekt der UV-B-Überdosierung wird die Entstehung und Vermehrung krankhafter Pigmentzellen ermöglicht. Das Melanom kann sich überall am Körper entwickeln, keinesfalls muß der Ort des Auftretens mit dem Ort der Sonnenbrände identisch sein.
4. Personen mit vielen und ungewöhnlich geformten Muttermalen.
5. Personen mit Melanomerkrankungen in der Familie.
6. Menschen, die sehr häufig kurzer und intensiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind.
7. Wiederholte Verletzungen, z.B. an den Fußsohlen, dürften das Auftreten eines Melanoms begünstigen
8. Chronischer Lichtschaden (Lentigo maligna Melanom).


Besonders gefährlich sind Winterurlaube in der Karibik und Skiurlaube im März
Die sonnenentwöhnte Haut wird überfallartig mit einer ungewohnt hohen UV-B-Intensität konfrontiert und hat keine Zeit, sich anzupassen. In den Wintermonaten sind die Schutzmechanismen wie Hornschicht oder Melanin wenig ausgeprägt, die Haut ist damit sonnenempfindlicher. Sonnenschutzcremes mit einem Lichtschutzfaktor ab 15 sind notwendig.

Je nach der einwirkenden Dosis können UV-Bestrahlungen der Haut zu akuten oder chronischen Schadeffekten führen. Jede Sonnenbestrahlung über 60 Prozent der Sonnenbrandschwelle setzt einen Impuls in Richtung chronischer Lichtschaden. Moderne Bräunungsgeräte senden bei entsprechender Wartung und Qualitätsstandard ausschließlich UV-A-Strahlen aus. UV-B-Strahlen sollten völlig fehlen (Risiko: Keine Qualitätskontrolle), ein Sonnenbrand kommt somit nicht vor. Entsprechend sind Karzinome auch bei noch so langer Einwirkungsdauer nicht zu befürchten, jedoch besteht die konkrete Gefährdung einer Voralterung der Haut mit Elastose (Elastizitätsverlust des Bindegewebes).


Klinische Bilder maligner Melanomel

               


Histologische Klassifikation maligner Melanome
Wird ein malignes Melanom operativ entfernt, erfolgt eine histologische Klassifikation (Staging). Grundsätzlich erfolgt eine Einteilung nach Melanomtyp (oberflächlich spreitendes Melanom, noduläres Melanom, akrolenticuläres Melanom; Lentigo malogna Melanoma), nach Dicke (sog. Breslow-Index) und nach Tiefenausdehnung (Clark-Level).


Breslow-Index
Die Tumordicke nach Breslow ist ein wichtiger
Parameter für die Prognose des malignen Melanoms. Am Schnittpräparat wird mittels eines Meßokulars in vertikaler Richtung (Winkel von 90°) die Entfernung vom Stratum granulosum bis zur am tiefsten gelegenen Tumorzelle gemessen. Prognostisch ist eine Tumordicke und 0,67 mm günstig (low risk); eine Tumordicke von 1,5mm und mehr beinhaltet eine hohes Risiko.

Clark-Index
Die Bei der Bestimmung des Clark-Levels erfolgt
eine Korrelation der Eindringtiefe des Tumors mit den entsprechenden Hautschichten (7).
Level I    Tumorzellen innerhalb der Epidermis (Melanoma in situ)
Level II   Tumorzellen im oberen Stratum papillare
Level III   Tumorzellen füllen das Stratum papillare völlig aus
Level IV Tumorzellen reichen in das Stratum reticulare
Level V  Tumorzellen reichen in die Subkutis

Die prognostische Bedeutung des Clark-Levels ist im Vergleich zum Breslow-Index geringer.


Altersverteilung von Melanomen


Der Grafik ist zu entnehmen, dass beim Melanom grundsätzlich keine Alter ausgenommen wird; jedoch ist das maligne Melanom vom dem 15.Lebensjahr extrem selten.