aktualisiert 25.09.2010

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Gebrauchsinformation zu dem Wirkstoff Isotretionin

Handelsnamen
Roaccutan, Isotretionin verschiedener Hersteller (Ratiopharm, Isis u.a.), Aknenormin u.a.

Darreichungsform und Inhalt
Isotretinoin wirkt gegen Akne (siehe auch ,,Anwendungsgebiete"), indem es die Talgproduktion vermindert, die Bildung von Mitessern verhindert und Entzündungsvorgänge in der Haut hemmt.

Anwendungsgebiete
Zur Behandlung der schweren, therapieresistenten Formen der Akne (Rosacea u.ä.), insbesondere
- Acne conglobata (Acne cystica)
- Acne fulminans

Isotretinoin sollte nur von Ärzten, vorzugsweise von Dermatologen, verschrieben werden, die Erfahrung in der Behandlung schwerer Formen der Akne haben und die das fruchtschädigende Risiko durch Isotretinoin richtig einschätzen.

Gegenanzeigen
Wann dürfen Sie Isotretinoin nicht anwenden?

Isotretionin ist stark fruchtschädigend (teratogen).

Seine Anwendung ist deshalb während der Schwangerschaft verboten. Gebärfähige Frauen müssen gewährleisten, dass eine Schwangerschaft nicht eintritt. Kommt es unter Isotretinoin-Einnahme dennoch zu einer Schwangerschaft ist die medizinische Indikation zum Schwangerschaftsabbruch gegeben .

Isotretinoin darf stillendes Frauen nicht verabreicht werden. Ebenfalls nicht angezeigt ist Isotretinoin bei Funktionsstörungen von Leber und Niere (Leber-, Niereninsuffizienz), manifestem Diabetes, krankhafter Fettsucht, gleichzeitiger Einnahme von Vitamin A oder anderen Retinoiden, gleichzeitiger Gabe von Tetrazyklinen.

Isotretinoin darf nicht angewendet werden bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Bestandteile des Präparates. Patienten, die Kontaktlinsen tragen, können Bindehautreizungen entwickeln und müssen ggfl. zeitweise oder länger eine Brille tragen.

Eine Therapie mit Isotretionin soll bei vorbestehender Fettstoffwechselstörung nur dann weitergeführt werden, wenn bei den Kontrolluntersuchungen der Blutfettwerte (Triglyceride, Gesamtcholesterin, Lipoproteinmuster) keine relevante Verschlechterung der Stoffwechsellage erkennbar ist (s. Abschnitt Nebenwirkungen").

Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Isotretinoin darf weder während der Schwangerschaft noch in der Stillzeit angewendet werden (siehe auch vorstehende Angaben sowie den Abschnitt ,,Vorsichtsma

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise
Welche Vorsichtsmßnahmen müssen beachtet werden?

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Die Anwendung nun Isotretinoin ist bei gebärfähigen Frauen nicht angezeigt (kontraindiziert), da es im Falle einer Schwangerschaft schwere Mßbildungen beim ungeborenen Kind verursacht. Die Mißbildungen betreffen vor allem das Zentralnervensystem, das Herz und die großen Blutgefäße und treten in einem hohen Prozentsatz auf, selbst wenn Isotretinoin nur über kurze Zeiträume während der Schwangerschaft eingenommen wurde.

Wenn indessen bei einer gebärfähigen Frau eine schwere, entstellende Akne vorliegt und andere Behandlungsmöglichkeiten fehlen, kann vom Arzt trotz der teratogenen Wirkung die Anwendung von Isotretinoin in Erwägung gezogen werden.

Dabei müssen jedoch die folgenden Vsrsichtsma8nahmen streng beachtet werden, um eine Schwangerschaft nur, während und im Zeitraum von 4 Wochen nach Abschluß der Therapie sicher auszuschließen:

1. Vor Beginn einer Behandlung mit Isotretinoin muß die Patientin vom behandelnden Arzt ausdrücklich und ausführlich auf das fruchtschädigenden (teratogene Risiken des Medikamentes, die Notwendigkeit der wirksamen und andauernden Empfängnisverhütung und auf die eventuellen Folgen einer Schwangerschaft hingewiesen werden, falls diese während der Behandlung mit Isotretinoin oder innerhalb eines Monats nach deren Beendigung eintritt.
Dabei ist insbesondere darauf zu achten, da
Es wird empfohlen, die Aufklärung mündlich und schriftlich vorzunehmen und von der Patientin (bzw. bei Minderjährigen vom Erziehungsberechtigten) unterzeichnen zu lassen.

2. Eine möglicherweise bereits bestehende Schwangerschaft muß vor Therapiebeginn mit Isotretinoin durch einen Schwangerschafts-Labortest und ggf. eine gynäkologische Untersuchung sicher ausgeschlossen werden. Der Schwangerschaftstest sollte von einem Arzt oder einem entsprechenden Labor vorgenommen werden. Es wird empfohlen, die Behandlung mit Isotretinoin am 2. oder 3.Tag der Monatsblutung zu beginnen.

3. Für jede gebärfähige Frau, die mit Isotretinoin behandelt wird, ist es absolut unerläßlich, daß sie sich 1 Monat vor der Behandlung, während der Behandlung und während 4 Wochen nach Absetzen des Medikamentes einer wirksamen und andauernden Empfängnisverhütung unterzieht. Die Wirksamkeit der gewählten kontrazeptiven Methode ist in jedem einzelnen Fall sorgfältig zu überdenken, insbesondere beim ersten Zyklus einer hormonellen Kontrazeption .

4. Um die Wirksamkeit des Konzeptionsschutzes zu gewährleisten, wird von den Isotretinoinherstellern empfohlen, vom behandelnden Arzt alle 4 Wochen ein Schwangerschafts-Labortest durchzuführen zu lassen. Diese rein forensische Absicherung wird von uns nicht praktiziert.

5. Eine solche andauernde und wirksame Empfängnisverhütung muß auch bei Wiederholung der Behandlung durchgeführt und auf 4 Wochen nach Absetzen des Medikamentes ausgedehnt werden.

6. Sollte trotzdem während einer Behandlung mit Isotretinoin und im Laufe eines Monats danach eine Schwangerschaft eintreten, so besteht ein großes Risiko schwerster Mißbildungen beim ungeborenen Kind. Außerdem ist das Risiko von Fehlgeburten erhöht.
Auch Frauen, die wegen einer vermeintlichen Unfruchtbarkeit keine kontrazeptiven Maßnahmen anwenden, sollten dazu angehalten werden, die oben beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, solange Isotretinoin eingenommen wird.
Wir raten den Patienten, die Einnahme von Isotretionin über 5 Monate, den gebärfähigen Frauen zu keiner Konzeption innerhalb der folgenden 4 Wochen nach Absetzen von Isotretinoin. Bei gebärfähigen Frauen gilt die Faustregel: 5 Monate Isotretinoin-Einnahme, 7 Monate danach keine Konzeption, also 1 Jahr lang kein Kinderwunsch, dann können die Patientinnen gefahrlos beliebig oft schwanger werden und gesunde Kinder gebären.

Worauf müssen Sie noch achten?
Patienten, die Isotretinoin einnehmen, sollen aus Sicherheitsgründen während der Behandlung und bis zu 1 Monat nach deren Beendigung kein Blut spenden.

Wechselwirkungen
Isotretionin führt nicht zu einer Wirkungsminderung oraler Kontrazeptiva (Anti-Baby-Pille).
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Isotretinoin und wie beeinflußt Isotretinoin die Wirkung von anderen Arzneimitteln? Eine kombinierte Behandlung mit Vitamin A muß vermieden werden, da es sonst wegen der Ähnlichkeit des Wirkungsmechanismus zu Erscheinungen vergleichbar einer Vitamin-A-Überdosierung (Hypervitaminose A) kommen könnte.
Da Tetrazykline ebenfalls eine Erhöhung des Schädelinnendruckes verursachen können, ist eine gleichzeitige Behandlung mit Tetrazyklinen nicht angezeigt.
Während der Anwendung von Isotretionin sollen keine anderen spezifisch lokal oder systemisch wirksamen Aknemittel verabreicht werden. UV-Bestrahlungen und intensive Sonnenexposition sind zu vermeiden. Eine Lokalbehandlung rein pflegender Natur ist mit dem behandelnden Arzt abzusprechen. Isotretionin kann die Bioverfügbarkeit von Carbamazepin verändern. Deshalb sollten die Plasmaspiegel von Carbamazepin bei gleichzeitiger Therapie mit Isotretinoin überwacht werden.
Beachten Sie bitte, daß diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Die Dosierung richtet sich nach dem Erscheinungsbild der Erkrankung und der Verträglichkeit des Präparates. Sie muß danach für jeden Patienten vom behandelnden Arzt individuell bestimmt werden.
Niedrige Dosen werden einmal täglich eingenommen, höhere Dosen können auf mehrere Gaben über den Tag verteilt werden.

Wie und wann sollten Sie Isotretinoin einnehmen?
Die Kapseln werden während einer Mahlzeit unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen. Auf die Einhaltung der vom Arzt verordneten Dosierung ist unbedingt zu achten.

Wie lange sollten Sie Isotretinoin einnehmen?
Die Dauer der Behandlung wird vom Arzt nach Art der Erkrankung und der Verträglichkeit des Präparates festgelegt. Sie sollte in der Regel 16-20 Wochen betragen. Die Therapie ist zu beenden, wenn sich die Läsionen in genügendem Maße zurückgebildet haben. Bei der Beurteilung des Behandlungsergebnisse ist zu berücksichtigen, daß der Heilungsprozeß nach Absetzen des Medikamentes noch weiter fortschreitet. Die therapeutische Wirksamkeit von Isotretionin bleibt in der Regel nach Beendigung der Einnahme noch über Monate erhalten. Eine evtl. erneute Behandlung wird nach den gleichen Regeln durchgeführt. Jedoch sollte eine solche Therapie erst Wochen nach Beendigung der vorherigen Behandlung begonnen werden.

Anwendungsfehler und Oberdosierung
Was ist so tun, wenn Isotretinoin in zu großen Menge eingenommen wurde?
Bei einer Überdosierung von Isotretinoin treten die bei der üblichen Dosierung beobachteten Nebenwirkungen (siehe unten) in verstärktem Maße auf. Sie bilden sich jedoch nach Verringerung der Dosis bzw. Absetzen des Medikaments zurück, Im Falle einer Überdosierung verständigen Sie bitte Ihren Arzt.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig Isotretinoin eingenommen oder eine Einnahme vergessen haben?
Sollten Sie einmal versehentlich zu wenig Isotretinoin eingenommen oder die Einnahme ganz vergessen haben, nehmen Sie die fehlende Dosis nicht zusätzlich ein, sondern setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?
Bevor Sie die Behandlung mit Isotretinoin unterbrechen oder vorzeitig beenden, sprechen Sie in jedem Fall zunächst mit ihrem Arzt.

Nebenwirkungen
Jeder Patient sollte über das mögliche Auftreten nun Nebenwirkungen ausführlich informiert werden.

Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung nun Isotretinoin auftreten?
Die unter der Therapie mit Isotretinoin zu erwartenden Nebenwirkungen beruhen überwiegend auf einer Austrocknung von Haut und Schleimhäuten (Nase, Mund, Auge) und treten von Patient zu Patient in unterschiedlichem unterschiedlichem Ausmaß auf. Sie sind weitgehend dosisabhängig und bilden sich in der Regel nach Verringerung der Dosis oder nach Absetzen des Präparates zurück. Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Akne kommen.

Folgende Nebenwirkungen sind während der Therapie unter mehrwöchiger Anwendung von 0,5 mg/kg KG/Tag und 1,0 mg/kg KG/Tag Isotretionin in etwa zu erwarten:


 Art der Nebenwirkungen
Häufigkeit in % bei Dosierung mit
0,5 mg/kg
1,0 mg/kg
 
 Lippentrockenheit
 Lippenentzündung
 Hautreizungen im Gesicht
 Hautschuppung
 Trockene Nasenschleimhaut
 Juckreiz
 Trockene Mundschleimhaut
 Reizungen der Augenbindehaut
 Verdünnung der Haut
 mit erhöhter Verletzlichkeit
 Haarausfall (leicht)
 Muskel-/Gelenkschmerzen
 Nasenbluten


60
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40
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20
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15
15


90
95
85
70
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25

20
20
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Die mit Ausnahme des Juckreizes weitgehend dosisabhängigen Nebenwirkungen treten meist nach 10 - l4 tägiger Behandlung auf. Das Einsetzen von gelegentlichem Haarausfall, aber auch das Auftreten von vermehrtem Haarwuchs (selten) wird dagegen erst nach mehreren Behandlungswochen beobachtet. In seltenen Fällen wurde über irreversibel dünneres Haar berichtet. Infolge der Trockenheit der Nasen- und Rachenschleimhaut kann es zu Nasenbluten bzw. Heiserkeit kommen. Einzelfalle von Acne fulminans wurden mitgeteilt. Ein Kausalzusammenhang scheint nicht gegeben zu sein.

Neben einer möglichen Erhöhung der Leberfunktionswerte wurde unter Gabe von Isotretionin auch ein Anstieg der Blutfettwerte und selten der Kreatininphosphokinase, eine Verminderung des HDL-Oholesterins sowie in Einzelfällen ein Anstieg der Prolaktin- und der Harnsäurewerte im Blut festgestellt. Bei allen Patienten, insbesondere bei solchen mit erhöhtem Risiko einer Fettstoffwechselstörung (z.B. familiäre Veranlagung zu Zuckerkrankheit, Alkoholmißbrauch mit Fettleber, Abmagerungskuren, starkem Rauchen, Fettstoffwechselstörung), sollte deshalb eine Behandlung mit Isotretionin nur weitergeführt werden, wenn unter der Therapie keine Verschlechterung der Laborwerte eintritt. Um eine Veränderung zu erfassen, sind vor der Behandlung sowie in monatlichen Abständen während der Behandlung nach Einschätzung des Arztes die entsprechenden Laborwerte zu bestimmen.

Die folgenden Knochenveränderungen sind bei Erwachsenen und Kindern beachtet worden die mit hohen Dosen von Isotretionin bei anderen Erkrankungen als Akne behandelt werden sind: vorzeitiger Schluß der Knochenwachstumsfugen und Skelett-Hyperostosen. Minimale Skelett-Hyperostosen wurden bei Patienten mit zystischer Akne beobachtet, die in einem Therapiezyklus mit Isotretinoin behandelt wurden. Wegen des möglichen Auftretens dieser Knochenveränderungen muß eine sorgfältige Nutzen-Risikoabwägung für jeden Patienten vorgenommen werden, und die Verabreichung von Isotretionin soll schweren Fällen vorbehalten bleiben. Einzelfälle von Arthritis wurden mitgeteilt. Bei wenigen Patienten wurden vorübergehende Trübungen der Hornhaut des Auges und eine Verminderung des Nachtsehens festgestellt. Die Verletzlichkeit der Hornhaut kann erhöht sein (s. Abschnitt ,,Gegenanzeigen"). In seltenen Fällen tritt bei der Behandlung mit Isotretinoin eine Entzündung der Hornhaut auf, die möglicherweise auf eine Trockenheit der Augen zurückzuführen ist. Daher sollten nur allem Patienten mit trockenen Augen auf das Auftreten von Hornhautentzündungen hin untersucht werden. In Einzelfällen wurde über vorübergehende Minderung der Sehschärfe, Verschlechterung des Hell-Dunkelsehens, vermehrte Blendempfindlichkeit, Trockenheit der Augen, welche bis über 1 Jahr nach Absetzen nun Isotretinoin fortbestehen kann, Bindehautentzündung, Geschwüre an der Hornhaut und Linsentrübungen berichtet.

Vereinzelt wurden Beschwerden von Seiten des Magen-Darm-Traktes beobachtet. Sie äußerten sich in Bauchschmerzen, Durchfällen und Blutungen aus dem Darm. Beim Auftreten entzündlicher Darmerkrankungen wie Kolitis oder Ileitis ist das Präparat abzusetzen. Einzelfälle von Hepatitis oder Pankreatitis, die möglicherweise mit dem Präparat zusammenhängen, sind beobachtet worden. Für mit Isotretinoin behandelte Patienten mit hohen Blutfettwerten (besonders Serum-Triglyceride > 800 mg %) besteht das Risiko, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung zu entwickeln.
Schwitzen sowie Entzündungen des Nagelwalles, Nageldystrophie. Exantheme und Granulationsgewebebildung an den von Akne betroffenen Hautstellen wurden selten beschrieben.

In Einzelfällen kann eine verminderte bzw. verstärkte Pigmentierung der Haut auftreten. In einigen Fällen kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht sein, wodurch bereits nach kurzzeitigem Aufenthalt in der Sonne ein Sonnenbrand auftreten kann. in diesen Fällen ist für einen ausreichenden Sonnenschutz Sorge zu tragen. Da in Einzelfällen über eine vermehrte Narbenbildung nach Entfernen oberer Hautschichtung (Dermabrasion) berichtet wurde, sollte eine Dermabrasion möglichst erst einige Zeit nach Beendigung der Behandlung mit Isotretinoin durchgeführt werden.
Ebenso liegen vereinzelte Berichte über allergische Gefäßentzündungen (einschl. unspezifische Schwellung der Lymphknoten (Lymphadenopathie), Erythema nodosum, Veränderungen des roten und des weißen Blutbildes (inklusive Anämie und Neutropenie), Zu- und Abnahmen der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytenzahlen), Erhöhung der Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit, Hörstörungen bei bestimmter Tonhöhe und lokale oder allgemeine Infektionen mit bestimmten (grampositiven) Bakterien (Staph. aureus) vor.

In seltenen Fällen kann es zu Flüssigkeitseinlagerung in Gewebe (Ödembildung) und Menstruationsstörungen, außerdem zu Kopfschmerz kommen. Ebenso kann in seltenen Fällen eine Erhöhung des Schädelinnendruckes auftreten, die wiederum mit Kopfschmerz sowie Benommenheit, Übelkeit oder Sehstörungen einhergehen kann. Deshalb sollte beim Auftreten dieser Erscheinungen der behandelnde Arzt unverzüglich zu Rate gezogen werden. Die Erscheinungen bilden sich jedoch nach Absetzen des Präparates zurück.
Gelegentlich wurden psychische Störungen oder Störungen des ZNS wie depressive Verstimmungen, Verhaltensstörungen und Krampfanfälle beobachtet. Sehr selten sind Hämaturie, Proteinurin (Ausscheidung nun Blut oder Eiweiß im Urin) und Gynäkomastie (Vergrößerung der männlichen Brust) beschrieben wurden.
Nach vorliegenden Untersuchungen verursacht Isotretionin in therapeutischen Dosen keine Schädigung der Spermien (Samenfäden).
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt mit.